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in Flensburg (gefördert durch die BKK mobil oil)

„In-Gang-Setzer“ – Starthilfe geben / Selbsthilfe aktivieren.
Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für Selbsthilfegruppen. Wie kann der Weg zur Selbsthilfe im Gesundheits- und Sozialbereich erleichtert werden?

KIBIS Flensburg führt das bundesweite Gemeinschaftsprojekt „In Gang Setzer“ des Paritätischen NRW und des BKK-Landesverbands Nordwest durch.

Starthilfe erforderlich
Gerade die Anfangszeit einer Selbsthilfegruppe ist von Unsicherheit und Verletzbarkeit geprägt. An Selbsthilfe interessierten Personen fehlen jedoch manchmal die kommunikativen und organisatorischen Fähigkeiten, um diese sensible Startphase konstruktiv zu gestalten. Genau hier setzt die aus Dänemark stammende Idee der „In-Gang-Setzer“ an.

Was machen „In-Gang-Setzer“?
„In-Gang-Setzer“ sind ehrenamtliche Mitarbeiter der lokalen Selbsthilfe-Kontaktstellen. Sie unterstützen neue und aktive Selbsthilfegruppen in der Gründungsphase und in Krisensituationen. Dabei bringen sich die „In-Gang-Setzer“ nicht in den thematischen Austausch der Gruppe ein. Ihr Engagement ist zeitlich begrenzt: Sie helfen den Teilnehmern, zusammen zu finden und miteinander zu reden. „In-Gang-Setzer“ geben Starthilfe zur Selbsthilfe.

KIBIS Flensburg ist 2012 in das bundesweite Projekt eingestiegen, um mehr Unterstützungsmöglichkeiten bei Gruppengründungen anbieten zu können, und ist aktuell mit 8 Ehrenamtlichen am bundesweiten Projekt beteiligt. Im September 2018 wurde die 1000 In-Gang-Setzung bundesweit durchgeführt und beim Bundestreffen in Münster gebührend gefeiert.

Das Konzept der In-Gang-Setzung hat sich in den 10 Jahren seiner Umsetzung vielfach bewährt. Inzwischen sind bundesweit über 40 Kontaktstellen an dem In-Gang-Setzer-Projekt in Trägerschaft des Paritätischen NRW beteiligt. Der Erfolg des Projekts ist auch der nachhaltigen Förderung durch die Betriebskrankenkassen zu verdanken.

In-Gang-Setzer Team Flensburg

In-Gang-Setzer Team Flensburg

Ansprechpartnerin bei KIBIS Flensburg:  Antje Münker

Kontakt unter:
Tel. 0461 – 503 26 18
E-Mail: kibis@hausderfamilie-flensburg.de


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Du bist zwischen 18 bis 35 Jahren und hast dich entschieden,
das, was dich bewegt, nicht als Problem zu sehen, sondern als Herausforderung,
die du gemeinsam mit anderen angehen willst?

Hier hast du die Möglichkeit, dich in ganz unterschiedlichen Themen
zu engagieren, ganz egal, ob du selbst betroffen oder ein Angehöriger bist
oder einfach für ein bestimmtes Thema brennst.

Die Lebensthemen können z.B. Stress in der Ausbildung oder im Studium, aber auch Ängste,
Depressionen, chronische Erkrankungen, Sucht, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt
… usw. sein.

Das Projekt „junge Selbsthilfe“ bietet einen Rahmen, wo du dich mit deinen Ideen einbringen kannst. Es ist eine tolle Möglichkeit dich auszuprobieren, von anderen zu lernen und deinen eigenen Weg in die Selbsthilfe zu finden.

Die Möglichkeiten sind zahlreich und individuell. Wir unterstützen dich in deiner Ideenfindung und Umsetzung!

Das Projekt wird von der AOK Nordwest gefördert.

Ansprechpartnerin bei KIBIS Flensburg: n.n.

Kontakt unter:
Tel. 0461 – 503 26 18
E-Mail: kibis@hausderfamilie-flensburg.de

 Rückblick

Vom Leben mit Krebs erzählen die Mitwirkenden des Selbsthilfetheaters Flensburg. Das Projekt wurde durch KIBIS angeregt und bestand seit 2016- nun sind die Beteiligten weiterhin innerhalb einer Selbsthilfegruppe aktiv. Alle Gruppenmitglieder sind in unterschiedlicher Weise selbst von Krebs betroffen und haben inhaltlich eigenverantwortlich, aber in der Form professionell unterstützt, bereits zwei Produktionen auf die Bühne gebracht. „Heute alles anders“ und „Übermorgen vielleicht“ wurden zwölf Mal gezeigt und erreichten über tausend Zuschauer.

!KREBS! 
5 Frauen haben eine Geschichte mit Krebs.
Und jede ist so unterschiedlich, wie die 5 Frauen auch schon vorher waren. Sie haben ihren eigenen Umgang mit dem Krebs gefunden, Erfahrungen gemacht, in ihrer Weise weitergelebt. Aber mit manchen Fragen sind sie alle konfrontiert: Spreche ich dieses Wort „Krebs“ überhaupt aus? Und wie? Und mit wem rede ich darüber? Und worüber rede ich nicht? Wie bleibe ich Handelnde in meinen Leben und werde nicht Objekt der Medizin, der gutgemeinten Ratschläge, der Unsicherheit der Anderen? 5 Frauen haben sich in Erarbeitung dieses Projekts den Fragen und Erfahrungen sehr persönlich gestellt.
Elisabeth Bohde hat ihnen eine Form gegeben, in der das Allgemeingültige aber auch das ganz Persönliche sichtbar wird, ohne die Beteiligten zu entblößen, ohne sie noch einmal zu Objekten zu machen. Daraus ist ein Theaterabend entstanden, der sich diskret, genau und lebendig dem Thema stellt, der die Schönheit und Leichtigkeit in der Sterblichkeit und nicht in ihrer Verdrängung sucht. Ja – auch sterben ist normal!

Gefördert wurde das Projekt von der AOK Nordwest.

Flyer Selbsthilfetheater Sept. 2019

Video der Aufführung !KREBS!